4.3. Crow Stich

Dieser Stich wird auch "modifizierter Lane Stich" genannt. Der Name "Crow Stich" wird auch heute noch verwendet, obwohl der andere genauer ist, da er nicht ausschließlich von den Crow verwendet wurde. Einige Stämme der nördlichen Plains verwendeten diesen Stich ebenso wie einige der Plateau-Stämme.

Außerdem ist es eine Mischung zwischen Lane Stich und Overlay Stich, da die selbe Technik zum niedernähen der Perlen verwendet wird. Eine typische Reihe beim Lane Stich ist ungefähr 8 bis 9 Perlen breit, je nachdem was man bestickt. Beim Crow Stich sind die Reihen so lang, wie das ganze Design (von 5 oder 6 cm für einen Schulterstreifen bis hin zu 15 cm oder mehr für Taschen).

Als erstes zeichnet man mit einem Stift das Design auf das Leder.
Der nächste Schritt ist die Außenlinien des Designs zu sticken (Abtrennung des Farbverlaufes). Hierfür nimmt man am besten den Overlay Stich.

Danach füllt man die bleibenden Felder mit der benötigten Farbe aus, mit so vielen Reihen wie nötig und zwar in der Technik vom Lane Stich.

An diesem Punkt fällt auf, daß die extrem langen Reihen nach unten durchhängen, wenn man das Werkstück senkrecht hält. Aus diesem Grund benötigt man noch einen zweiten Faden, einen "Heft-Faden". Die Technik zum Niedernähen der Reihen ist die selbe wie beim Overlay Stich. Allerdings arbeitet man im rechten Winkel zu en Perlenreihen und führt den Faden im Leder.

Es ist auch ratsam, einen Abstand von 5 bis 6 Perlen für die gesamte Arbeit zu verwenden. Daraus resultiert eine ebenmäßige Oberfläche.

Motive wie Diamanten (Caros) sind durch diese Technik auch viel besser hervorgehoben, als beim Lane Stich, da man mit den Außenlinien des Motives beginnt und so die Konturen besser zu sticken sind.

(c) G.J.Barth - click to enlarge