4.4. Peyote Stich - 3er Muster

Dieser Stich wird zur Dekoration von Griffen von Fächern oder Rasseln verwendet.

Seine Geschichte geht zurück auf die heilige Peyote Zeremonie, wo der die sog. "gourd rattles" verziert wurden, weshalb der Stich auch "gourd stitch" heißt.
Das Originalmuster besteht aus einer sog. "Dreier-Einheit".
Das ist auch die Grundlage, die ich verwende.
Es ist auch möglich, ein Muster mit einer Zweier-Einheit zu kreieren, die sehr ähnlich ist.

Information über die Geschichte von Peyote gibt es hier!

Mit der Anleitung für einen bestickten Schlüsselanhänger möchte ich den Stich erklären.

(c) Rainer Krenn
Hier die benötigten Gegenstände.
(c) Rainer Krenn
Zuerst wird von dem Rundholz (ca. 12mm Durchmesser) das benötigte Stück abgesägt.
Danach wird das Leder zugeschnitten und auf das Holz geklebt.
Wenn Fransen unten dranbleiben sollen, so ist das Leder dementsprechend länger zu schneiden (z.B. doppelte Länge).

Wenn der Klebstoff getrocknet ist (ca. 10 Minuten), so nimmt man einen Faden, führt ihn durch die Nadel und verknotet ihn. An einem Ende des Stücks sticht man die Nadel durch das Leder.

Nun muß man bestimmen, wieviele Perlen rund um das Werkstück passen, um das Design anpassen zu können.

(c) G.J.Barth
Man nimmt so viele Perlen auf, die dem exakten Umfang entsprechen. Überzählige Perlen werden entfernt und die verbleibenden abgezählt.
Die Anzahl der Perlen muß durch 3 zu dividieren sein.
Z.B. ergibt der Umfang 53 Perlen, so nimmt man noch eine dazu und hat 54. Ein Drittel der Gesamtanzahl - 18 Perlen - muß nun entfernt werden, um mit dem eigentlichen Arbeiten beginnen zu können.
(c) Rainer Krenn

Der Faden, der die restlichen zwei Drittel der Perlen hat, wird um den Schaft gewickelt.

(c) G.J.Barth

Die Nadel wird durch die erste Perle geführt

Die Art, wie die Nadel durch die Perlen geführt wird, ergibt die "Richtung" der Arbeit, die davon abhängt, ob man Links- oder Rechtshänder ist.

Während die Perlen mit dem Daumen der anderen Hand gehalten werden, zieht man den Faden leicht in die entgegengesetzte Richtung fest. So wird ein Lockerwerden der Arbeit verhindert.
Man sollte die Perlen am Faden mit der anderen Hand halten, bis durch die nächsten Stiche eine gewisse Festigkeit erreicht ist.

(c) Rainer Krenn

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, eine neue Perle aufzunehmen.

(c) G.J.Barth

Die nächste Perle auf dem Faden wird übersprungen. Die Nadel wird durch die übernächste Perle geführt. Aber nicht vergessen, den Faden festzuziehen, so wie es oben beschrieben wurde.

Man kann sehr schön sehen, daß die übersprungene Perle von der neuen nach unten gedrängt wird.

(c) G.J.Barth Nachdem einige Perlen in der gleichen Art und Weise (Perle aufnehmen, überspringen ...) dazugefügt worden sind, bemerkt man, daß jene drei Perlen immer eine sog. ansteigende Stufe bilden.
Nur die allererste Stufe besteht derzeit noch aus 2 Perlen (so lange, bis die Reihe abgeschlossen ist).

In der selben Art und Weise die Reihe weitermachen, bis der Anfangspunkt erreicht ist. Man nimmt eine Perle auf und führt die Nadel durch die nächsten zwei Perlen, die "auf dem Weg liegen".
Nun hat auch die erste Stufe mit den 2 Perlen drei in der Stufe.

Diese erste Runde hat gleich 3 Reihen hervorgebracht, während die kommenden Runden jeweils nur eine Reihe ergeben werden.

Hier sieht man bereits die "zweite Runde", mit der vierten Reihe (man kann die 4 Perlen in der Stufe zählen). Diese neu aufgenommenen Perlen "rutschen" quasi in das "Loch" unter der ersten Perle der 3er Stufe.

Hier sieht man das "wachsende Design"!

Sollte einmal das Ende des Fadens erreicht sein, so kann man nach dem selben Prinzip vorgehen, wie im Lane Stich beschrieben.

Und nun zum Ende..
Ich habe ein oder zwei Runden mehr gemacht, damit die Perlenarbeit etwas länger ist, als der Schaft.
So kann man eine abgerundete Kante machen.

Der Faden kommt aus der letzten Perle heraus.
An diesem Punkt führe ich die Nadel durch das Leder nach außen durch.
So kann ich die Nadel durch die beiden letzten Perlen nochmal führen, bevor ich wieder durch das Leder steche.
Die fertige Kante.
Der fertige Anhänger.

Hier einige Beispiele für Peyotearbeiten:

(c) Rainer Krenn
www.lakota-info.at
(c) Rainer Krenn
www.lakota-info.at
(c) Rainer Krenn
www.lakota-info.at
(c) Rainer Krenn
www.lakota-info.at
Hier die Schlüsselanhänger, die ich 2004 als Weihnachtsgeschenke gemacht habe.
Diesen habe ich für mich selbst gemacht.
Ich liebe diese Farben!
Geburtstagsgeschenk für eine gute Freundin

Hier ist eine Variation von dem vorigen.

Hier eine andere Art von einem meiner Lieblingsmuster.

Dieser Feuerzeugüberzug wurde gefertigt von:
Sandi Brill,
Wisconsin - USA

Dies ist der Peyote-Teil von meinem neuen Kopfschmuck.
Das ist der komplette Kopfschmuck.

Hier gibts noch das Musterpapier zum Runterladen, damit man eigene Designs entwerfen kann.

(c) G.J.Barth
(c) G.J.Barth
links-ansteigend
rechts-ansteigend